Ideen testen - Blogbeitrag von Alex Kohl

Ideen testen – Erfolgschancen von Geschäftsideen erkennen

Alex Kohl Blog - Ideen testen

Warum du deine Idee testen solltest

Vielen Leuten passiert es, dass sie sich in etwas „verrennen“. Dem der eine Idee hat, erscheint sie immer großartig. Bestimmt ist es auch dir schon so gegangen, dass du eine Geschäftsidee hattest und dir gedacht hast, jeder wird dir das Produkt, oder die Dienstleistung sofort abkaufen wollen. Das geht uns wohl allen so. Als nächstes steht schon die Detailplanung und umfangreiche Umsetzung an. Du investierst schnell mal Studen über Stunden, doch wer weiß ob für die Idee überhaupt wirklicher Bedarf besteht? Niemand. Wäre es nicht besser vor der Umsetzung schon eine „Testversion“ zu veröffentlichen und die Erfolgschancen zu überprüfen?

Durchlaufzeiten verringern

Natürlich wäre es besser, das Potential einer Idee vor deren Verwirklichung zu überprüfen, um stundenlange Umsetzungszeit zu sparen. Ich will damit nicht sagen, dass du damit aufhören solltest deine Ideen zu verwirklichen, allerdings sind nur ca. 10% der Geschäftsideen wirklich erfolgreich. Manchmal auch weniger. Es macht also durchaus Sinn deren Wertgehalt zu überprüfen. Der Zweck dieser Tests ist vor allem jener: Du kannst damit deine Durchlaufzeiten (Zeit von der Idee bis zur erfolgreichen Umsetzung = monetärer Gewinn) sehr stark verringern. Du kannst in der gleichen Zeit also eine viel höhere Anzahl an Ideen testen und hast so die Möglichkeit schneller eine funktionierende Idee umzusetzen. Wenn du Ideen erst in der Endausbaustufe mit allen, noch so kleinen, Raffinessen veröffentlichst verlierst du deine Felxibilität und vergeudest vor allem eines: Deine kostbare Zeit. Schmeiße deinen Perfektionismus einfach mal über Bord. Wie sollte ich es dann starten?

Von Light-Versionen und Fehlern

Manchmal macht es mehr Sinn ein gerade so funktionierendes Produkt auf den Markt zu bringen und zu sehen wie es sich macht. Die Performance lässt sich auch hier schon teilweise ablesen. Es geht vor allem darum, die Attraktivität der Grundfunktionen zu testen – genau wegen dieser Grundfunktionen kaufen Kunden schließlich auch das Produkt. Aufwändige Zusatzfunktionen, welche das Angebot eigentlich nur abrunden sollen, in der Realität allerdings leider oft den größten Teil der Entwicklungszeit in Anspruch nehmen können (und sollen) in diesem Stadium allerdings noch vollkommen vernachlässigt werden. Das Ziel ist es einen Prototypen zu veröffentlichen. Ein gerade so funktionsfähiges Produkt. Es darf auch noch Fehler haben. Ich gebe dir hierzu ein kurzes Beispiel: Nehmen wir an du entwirfst eine Software für Buchhaltung. Die Grundfunktion ist die eingäbe von laufenden Buchungen (Ein- und Ausgangsrechnungen etc.). Die Zusatzfunktionen sollten der Export in eine Excel-Datei und in andere ERP-Systeme sein. Welche Funktionen soll ich also verwirklichen und welche kann ich weglassen?

Keep it lean – Ideen testen für Profis

Die Antwort ist: So wenig wie mögliche sollen verwirklicht werden, bis das Potential der Idee geklärt ist. Du solltest dich also in unserem Beispiel nur darauf beschränken die Grundfunktion (Eingabe und Auswertung von laufenden Buchungen) umzusetzen. Du könntest beispielsweise auch einfach eine Website aufsetzen, auf der eine geplante Produktpalette angeboten wird, eine PPC-Anzeige schalten und begutachten, wie die Anzeige performt und das Feedback daraus resultiert. Solche Tests sind schon mit kleinem Budget (ca. 100€) möglich. Die Grundregel für den Anfang lautet: Alles was nicht essenziell (überlebensnotwendig) für das Produkt ist, soll weggelassen werden. Weitere Informationen dazu findest du auch in dem Buch Lean Startup – Eric Ries. Ein klarer Lesetipp von mir. Apropos Silicon Valley…

Der A/B Test

Speziell für die Online Welt des Verkaufs gibt es den sogenannten A/B Test. Hierbei werden sozusagen zwei Versionen einer Verkaufsseite, oder Produktpräsentation getestet. Der einen Hälfte der Besucher wird die eine Seite, der anderen Hälfte die andere Seite angezeigt. Am Ende des A/B Tests kann man anhand der Conversion Rate (Kurzerklärung: Anteil der Nutzer, die die gewünschte Aktion auf der Seite ausgeführt haben) feststellen, welche Version sich besser eignet, diese noch verfeinern, implementieren und bewerben. Du bekommst ein sehr schnelles Feedback worin es sich zu investieren lohnt. Diese Methode eignet sich auch super für die Findung von Buchtiteln, oder digitalen Produkten. Du kannst deine Ideen testen bevor du sie fertig umgesetzt hast.

Auf einen Blick

  1. Idee finden
  2. Essenzielle Funktionen (Grundfunktionen) identifizieren
  3. Grundfunktionen umsetzen
  4. Idee veröffentlichen
  5. Marktfeedback einholen (online oder offline)
  6. Produkt anpassen oder verwerfen

About the author: Alex Kohl

Alex Kohl ist bereits in jungen Jahren in die Unternehmerkultur eingeführt worden. Durch seine umfangreiche Ausbildung sowohl im technischen, wie auch wirtschaftlichen Bereich hat er sich einen breiten Wissensstamm aufgebaut, welchen er im Rahmen dieses Blogs mit interessierten Lesern teilen möchte. Mails an: ak@alexkohl.com - Instagram: alexkohl_com

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